Revisionsoperation und
Wechseloperation nach einer Hüft- oder Knieprothese

Abbildung oben: Spezialimplantat mit zusätzlicher Möglichkeit einer Verschraubung am Beckenknochen, etwa für Knochendefekte. Spezielles Gleitlager für höhere Stabilität des Gelenks.
Neben der primären Implantation von Hüftprothesen habe ich mich auf die Durchführung von Wechseloperationen von Knie- und Hüftprothesen spezialisiert.
Ziel ist es, auch in komplexen Fällen und bei Komplikationen Lösungen anbieten zu können. Ich führe diese Eingriffe häufig durch und kann dabei auf qualitativ hochwertige Implantate zurückgreifen.
Sofern nach einer Knie-oder Hüftprothese Komplikationen oder Beschwerden auftreten stehe ich gerne bei der Ursachen- und Lösungsfindung zur Verfügung!
Schmerzhafte Endoprothese- was tun?
Schmerzen nach einer Endoprothese können ein Hinweis auf eine eher harmlose Weichteilirritation, aber auch ein Implantat-Versagen, selten auch eine Keimbesiedelung eines Implantates sein.
Eine klinische Untersuchung beim Orthopäden liefert meist bereits einen Hinweis, welches Problem vorliegen könnte, ergänzende Diagnostik (Röntgen, CT, MRT, Szintigraphie, Punktion, etc.) trägt häufig wesentlich zur Identifikation des Problems dar. Häufig lässt sich auch ohne Operation eine Verbesserung erzielen.
Wann Revisionsoperation?
Eine Revisionsoperation eines künstlichen Gelenkes kann erforderlich sein, wenn ein Implantat gelockert oder gebrochen ist, eine Infektion des Implantates vorliegt, und/oder das Kunstgelenkes chronische Schmerzen verursacht.
Bei einer Wechseloperation werden entweder einzelne Teile (Gleitpaarung, Pfanne, Schaft), oder auch das komplette Implantat ausgewechselt. Häufig ist es aufgrund von fortgeschrittenem Knochenverlust erforderlich, spezielle Verankerungen (Schrauben, Zement, 3D gedruckte Implantate) zu verwenden. Knochendefekte können durch künstlichen Knochen oder Fremdknochen sogar wieder hergestellt werden.
Ich führe auch komplizierte Revisions- und Wechseloperationen am Hüftgelenk in hoher Fallzahl durch.
Beispiel
Wechseloperation nach gelockerter Hüft-Pfanne:

Ausgangssituation
Belastungsschmerzen nach Implantation einer Hüftprothese vor ca. 3 Jahren in einem externen Zentrum.
Bereits im Röntgen zeigt sich eine gelockerte Pfanne, welche bereits verkippt ist.

Diagnostik
In einer folglich durchgeführten Computer-Tomographie (3D-Schichtbildgebung) wird die gelockerte, verkippte Pfanne und der bereits deutlich ausgewalzte Knochen ersichtlich.
Eine Infektion als Ursache für die Lockerung konnte ausgeschlossen werden.

Versorgung
Es wurde eine Wechseloperation erforderlich.
(1) Die gelockerte Pfanne wurde entnommen und das ausgewalzte Pfannenlager mit Knochenmaterial aufgefüllt.
(2) Um den Halt der Pfanne zu verbessern (damit diese knöchern einheilen kann), wurde ein Spezialimplantat mit Laschen zur Abstützung und Verschraubung gewählt.
Schriftliche Zustimmung zur anonymen Veröffentlichung dieser Bilder vorliegend. (c) Dr. Lukas Leitner
